Gesundheit
Tomaten bestehen zu rund 94 Prozent aus Wasser, haben nur etwa 18 Kilokalorien pro 100 Gramm und stecken trotzdem voller wertvoller Inhaltsstoffe. Der bekannteste ist ihr roter Farbstoff, das Lycopin.
Was in einer Tomate steckt
Lycopin
Rund 2,5 bis 3 mg pro 100 g in roten Tomaten. Das Carotinoid wirkt als Antioxidans. Gelbe und orangefarbene Sorten enthalten kaum Lycopin, dafür mehr Beta-Carotin.
Vitamin C
Etwa 14 mg pro 100 g. Eine große Tomate deckt damit rund ein Viertel des Tagesbedarfs.
Kalium
Rund 240 mg pro 100 g. Der Mineralstoff ist wichtig für Nerven, Muskeln und den Blutdruck.
Wenig Energie
Etwa 18 kcal pro 100 g, dazu Ballaststoffe, Vitamin K, Folsäure und Provitamin A.
Gekocht oder roh?
Beides hat seine Vorteile. Beim Kochen geht ein Teil des hitzeempfindlichen Vitamin C verloren. Das Lycopin dagegen wird durch Erhitzen aus den Zellwänden gelöst und vom Körper besser aufgenommen, besonders zusammen mit etwas Fett. Tomatensauce mit Olivenöl ist deshalb eine besonders gute Lycopinquelle, Tomatenmark ebenfalls.
Studien deuten darauf hin, dass eine tomatenreiche Ernährung mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einige Krebsarten zusammenhängen könnte. Ob das am Lycopin selbst liegt oder an der Ernährung insgesamt, ist bislang nicht sicher belegt.
Mythen und Fakten
Grüne Tomaten sind giftig.
TeilweiseUnreife Tomaten enthalten das Alkaloid Tomatin, das in größeren Mengen roh Beschwerden auslösen kann. Gekocht in Chutney oder Marmelade und in üblichen Mengen gilt das als unbedenklich. Sorten, die reif grün sind, wie Green Zebra, sind ohnehin harmlos.
Tomaten gehören in den Kühlschrank.
FalschUnter etwa 12 °C werden sie mehlig und verlieren Aroma. Nur sehr reife oder angeschnittene Tomaten kommen kurz in den Kühlschrank.
Tomatenkerne verursachen Blinddarmentzündung.
FalschDafür gibt es keine Belege. Die Kerne sind unbedenklich und enthalten sogar Ballaststoffe.
Gekochte Tomaten sind wertlos.
FalschEtwas Vitamin C geht verloren, das Lycopin wird dafür deutlich besser verfügbar.
Tomaten galten in Europa lange als giftig.
StimmtAls Verwandte der Tollkirsche wurden sie anfangs nur als Zierpflanze gehalten. Mehr dazu unter Geschichte.
Gut zu wissen: Blätter und Stängel der Tomate enthalten Tomatin und sind nicht zum Essen gedacht. Wer auf Histamin empfindlich reagiert, verträgt Tomaten manchmal schlecht, und ihre Säure kann bei manchen Menschen Sodbrennen begünstigen.
Die Informationen auf dieser Seite sind allgemeiner Natur und ersetzen keinen ärztlichen Rat. Nährwerte sind Durchschnittswerte für rohe rote Tomaten und schwanken je nach Sorte und Reife.